Wir waren in San Francisco und haben den Xbox 360-Shooter Gears of War 3 angespielt. Im Team-Deathmatch schickte uns "CliffyB" mit vier Kameraden in ein Duell mit fünf Widersachern. Wie sich der bisher nur für die Konsole angekündigte Shooter spielen lässt, verraten wir Ihnen in unserem Hands-on-Test.
Wir haben Gears of War 3 in San Francisco angespielt. Unsere Eindrücke gibt es im Hands-on-Test. Wir haben den Ego-Shooter Gears of War 3 in San Francisco angespielt. Auf dem Xbox February-Showcase schickte uns Epic Games' Cliff Bleszinski mit vier weiteren Teammitgliedern in ein Team-Deathmatch gegen fünf Widersacher. Zahlreiche Waffen standen uns bereits zur Verfügung, wie beispielsweise eine fette Schrotflinte, die zwar nur vier Patronen im Lauf, dafür aber eine mächtige Durchschlagskraft besitzt. Scharfschützenfans erfreut Epic Games mit der sogenannten One-Shot. Dieses Gewehr besitzt ein Laser-Objektiv, mit dem sich Gegner anvisieren und aus der Ferne ausschalten lassen. Weniger erfreulich ist allerdings das horrende Gewicht, das unsere Spielfigur merklich verlangsamt. Außerdem müssen wir das Gewehr beiseitelegen, sobald wir eine neue Waffe auswählen.
Viel Spaß bereitete uns der Retro-Lancer. Im Vergleich zum normalen Lancer kommt hier ein Bajonett anstelle einer Unterlauf-Kettensäge zum Einsatz. Der "B"-Button auf dem Xbox 360-Pad fährt eine scharfe Klinge aus. Der Charakter führt daraufhin eine gewaltige Ramm-Attacke aus. Wer es eine Nummer größer will, sammelt sich den Digger-Launcher ein. Dieser Granatwerfer verfügt über eine mächtige Sprengkraft, wodurch Gegner sich pulverisieren lassen. Die Incendiary-Grenade hingegen versprüht eine schwarze Giftwolke. Damit lassen sich die Widersacher zum Beispiel als Kugelfang verwenden. Die Granate kann man auch an gegnerische Biester hängen - mit einem kräftigen Tritt lassen sich diese dann in andere Gegner schubsen. Die Folge: eine riesige Explosion.
Die Spiel-Modi, Maps und das Erfahrungssystem
Insgesamt haben die Entwickler um Epic Games sechs Spiel-Modi in Gears of War 3 integriert. Einer davon ist der bereits erwähnte Team-Deathmatch-Modus. Cool: Anders als in den Vorgängern sind jetzt Respawn-Punkte vorhanden. Erleiden Sie also einen Bildschirmtod, wird Ihr Charakter nach nur wenigen Sekunden zurück aufs Schlachtfeld geschickt. Allerdings stoppt die Respawn-Option nach einer zuvor festgelegten Zeit, so dass es dann wieder wie gewohnt darum geht, als Letzter am Leben zu bleiben. Auch die Spielmodi King of the Hill oder Capture the Leader – eine Art Capture the Flag – sind in Gears of War 3 neu hinzugekommen. Gezockt werden konnte die Multiplayer-Beta auf insgesamt sechs unterschiedlichen Maps. Am beeindruckendsten fanden wir die Mehrspieler-Karte Trashball. Hier ballerten wir uns durch ein abgewracktes Football-Stadion. Alles in allem sehen sämtliche Karten fantastisch aus und sogar besser als im Vorgänger. Entsprechende Skripte sorgen außerdem für Gänsehaut, wenn auf einmal die Erde bebt oder Mauern einstürzen.
Nach jedem Gears of War 3-Match erhalten Sie eine gewisse Anzahl an Punkten, mit denen sich coole Extras freischalten lassen. Ebenfalls neu in Gears of War 3: ein Erfahrungssystem. Zwar konnten wir das noch nicht ausprobieren, dafür aber verrieten uns die Entwickler, in welche Richtung dieses geht. Nach jeder Partie erhalten Sie eine gewisse Anzahl an Punkten, mit denen sich coole Extras freischalten lassen. Zur Auswahl stehen zum Beispiel ein goldenes Retro Lancer oder eine Cole-Figur mit Football-Helm sowie –Trikot. Zwar lässt sich das Retro-Lancer an bestimmten Stellen im Spiel finden, behalten darf man es aber erst dann, wenn man eine bestimmte Anzahl an Kills erreicht hat. Zur Steuerung in Gears of War 3: Vor dem Spielbeginn werden die Orte auf der jeweiligen Map angezeigt, wo sich Waffen oder Granaten befinden. Dadurch haben alle die gleichen Voraussetzungen - Spieler mit Map-Kenntnis werden nicht zusätzlich bevorteilt. Wird die "LB"-Taste auf dem Xbox-360-Controller gedrückt, zeigt das Spiel Punkte an, wo sich die Kameraden gerade befinden. Das lässt sich in Gears of War 3 viel besser erkennen als bei den Vorgängern. An neuen Exekutionsmöglichkeiten haben die Entwickler um Epic Games ebenfalls nicht gespart. Wird die Y-Taste kurz gedrückt, führt der Charakter "normale" Finisher wie "Aufklatschen" aus. Drückt man die "Y"-Taste hingegen länger, werden besondere Finisher ausgeführt. Die schauen zwar beeindruckend aus, bergen aber auch Gefahren. Weil die Ausführung länger dauert, erhöht sich das Risiko, selbst von einem Widersacher getroffen zu werden. Beispiel: Man rammt einem am Boden kauernden Gegner seine Säge in den Körper und sägt ihn dann auf. Ähnlich funktioniert es mit dem Flammenwerfer, der die Gegner von innen brutzelt. Neu: Kauert der eigene Charakter am Boden, verblutet dieser nicht, sondern lässt sich durch wiederholtes Drücken der A-Taste wieder aufrappeln. Allerdings dauert das einige Sekunden, geklappt hat es eher selten.
Kurzum hatten wir mit der Mehrspieler-Beta von Gears of War 3 jede Menge Spaß. Etwaige Balancing-Probleme sind uns während der Test-Session nicht aufgefallen. Sollte das im Live-Spielbetrieb ebenfalls so sein, steht erwachsenen Spielern (außer deutschen) ein genialer Shooter bevor. Gears of War 3 erscheint am 20. September in Europa und in den USA Xbox 360. Die Veröffentlichung in Japan ist für den 22. September angesetzt. Eine PC-Version ist noch offen, ebenso ein Release in Deutschland.







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