Angesichts der Preiserhöhung diverser Activision-Games (unter Anderen auch Call of Duty: Modern Warfare 2, wir berichteten) scheint die folgende Meldung etwas absurd: Activision senkt seine Umsatzprognose für das aktuelle Geschäftsjahr. Statt 4,3 Milliarden Dollar sollen "nur" noch 4,05 Milliarden Dollar umgesetzt werden. Trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Lage konnte Activision jedoch das eigene Ziel, im vergangenen Quartal 1 Mrd. Dollar Umsatz zu erzielen, leicht um 40 Millionen Dollar übertreffen und auch den Marktanteil im Konsolenbereich um 2,8 Prozent auf nunmehr 12,7 Prozent ausbauen. Auch der Gewinn der Activision Aktien übertraf die Prognosen: 15 cent mehr ist nun jede Aktie wert.
Zum positiven Ergebnis trugen hauptsächlich die Spiele "X-Men Origins: Wolverine" und die Reihe "Guitar Hero" bei. Activision begründet die Senkung der Prognosen damit, dass mehrere Spiele, die für Herbst geplant waren, nun auf das nächste Geschäftsjahr verschoben wurden, unter Anderem der neue Sci-Fi Shooter "Singularity" und das Echtzeit-Strategiespiel "StarCraft II". Der der Grund für den Verschub ist logisch: Die Spiele haben entsprechendes Potential, würden jedoch unter dem Release von Call of Duty: Modern Warfare 2 leiden.
Modern Warfare 2 ist mittlerweile das am meisten vorbestellte Spiel Activisions. Wenn nicht gar aller Zeiten, denn bis Release sind noch 95 Tage Zeit diverse Rekorde aufzustellen. Aufgrund dieser Tatsache ist es eher unverständlich, warum Activision ihre eigenen Prognosen herunterschraubt.

Quelle: Heise.de