Die gamescom zieht nicht nur Videospieler und Fachmedien auf die Messe, sondern auch Journalisten von Printmedien oder Fernsehteams der Privatsender. Auch ein Team von RTL war vor Ort, um einen kurzen Beitrag für den Privatsender zu drehen. Was dabei allerdings herausgekommen ist, lässt momentan viele Spieler auf die Barrikaden zu gehen.
Eigentlich hatten wir geplant den TV Sender, dessen Sendungen an der untersten Intelligenzschwelle angesiedelt sind, und seinen Beitrag zu ignorieren. Da wir aber schon mehrere Emails zu dem Thema bekommen haben, wollen wir doch einmal darauf eingehen.
Worum geht es überhaupt? Der besagte Bericht von RTL beschäftigt weniger mit der Messe, sondern viel mehr mit seinen Besuchern. Schon die Anmoderation lässt den ungefähren Inhalt des Beitrags ermitteln.
Sollten irgendwann doch Außerirdische bei uns auf der Erde landen, könnten sie auf folgender Veranstaltung wirklich enge Freundschaften schließen. Wir wissen zwar, dass es auf der gamescom in Köln, der größten europäischen Spielemesse, um virtuelle Welten geht, trotzdem laufen da teilweise echte komische Gestalten herum.
Der konkrete Bericht sieht dann so aus, dass das TV-Team eine Messehostess (laut Untertitel angeblich Studentin – vermutlich im Fach Ponywissenschaften) begleitet, die in wenigen Stunden auf der Messe herausgefunden haben will, dass sich Videospieler in Kategorien einteilen lassen. Um diese “These” zu überprüfen werden einige Besucher von der Hostess angesprochen und beurteilt.
Nachdem drei Besucher und eine Besucherin beurteilt wurden, kommt man in dem Bericht zu der Erkenntnis, dass der überwiegende Teil sich doch ganz anders kleidet: “Die überwiegende Mehrheit aller Messebesucher trägt aber den Computerspieler-Einheitslook. Dunkle Schlabberklamotten, die manchmal etwas schlecht riechen.” Wunderbar zusammengefasst wurde der Beitrag von den Kollegen bei iamgamer.de.
Gamer stinken, Gamer haben kein Privatleben, Gamer waschen sich nicht, Gamer haben keinen Partner und Gamer sind süchtig nach ihrem Hobby!
Diese offensichtlichen Aussagen sorgte bei vielen für Empörung. Die Proteste und Beschwerden von Spielern sorgten auch dafür, dass das Kollektiv Anonymus auf den Beitrag aufmerksam wurde, welches die Berichterstattung verurteilte und eine Operation RTL ankündigte. Wie genau diese allerdings aussehen soll, wird aber vollkommen offen gelassen.
Laut iamgamer.de kam heute Mittag allerdings zeitweise ein PopUp auf der RTL Seite, in dem “GAMEZ” stand, was auf einen Hack hinweisen könnte.
Der verantwortliche Redakteur des Beitrags, Tim Kickbusch, war sich erst einmal keiner Schuld bewusst und legte über sein Facebook Profil sogar noch eimal nach.
Ich persönlich glaube, Gamescom-Besucher und Computerspieler sind ein humorloser Menschenschlag. [...] Die Reaktionen der Daddler bestärken mich allerdings eher in der Vermutung, dass zuviel Computerspielen keinen förderlichen Effekt auf Sprachverständnis u.ä. hat… via iamgamer.com
Einige Stunden später folgt dann die Einsicht, dass der Beitrag doch nicht so ganz glücklich war. Viel mehr wollte Kickbusch etwas ganz anderes erreichen: “Der sollte lustig werden.” Das komplette Statement (via golem.de)
Über 100 Mails heute haben mir gezeigt, dass ich die Wirkung meines Beitrags zur Gamescom ganz falsch eingeschätzt habe. Der sollte lustig werden. Das ist mir gründlich misslungen. Ich wollte niemanden beleidigen oder verletzen. Dass das jetzt dennoch geschehen ist, tut mir sehr leid. Die anschließende Diskussion auf meiner privaten Facebook-Seite über den Beitrag und die Reaktionen darauf war hitzig. Meine Äußerungen dort waren unüberlegt. Auch dafür möchte ich mich entschuldigen.
Nachdem jetzt auch die für RTL zuständige Landesmedienanstalt in Niedersachsen den Beitrag aufgrund von über 6800 Beschwerden über die Seite programmbeschwerde.de untersucht, sah sich auch der Sender gezwungen die Wogen wenigstens etwas zu glätten und sendete heute eine Stellungnahme, in der man sich für den Beitrag entschuldigt.
“Die Verallgemeinerung und Überzeichnung des Beitrags war ein Fehler. Wenn wir damit Gefühle verletzt haben sollten, entschuldigen wir uns ausdrücklich dafür.
Auch die koelnmesse, Veranstalter der gamescom, hat mittlerweile von dem Beitrag erfahren und prüft laut Facebook-Posting selbst mögliche rechtliche Schritte den TV-Sender.
Liebe Fans, der Beitrag der RTL “Explosiv”-Redaktion ist sicherlich grenzwertig und wir verstehen jeden, der sich davon „beleidigt“ fühlt. Wir prüfen, ob dabei medienrechtlich Grenzen übertreten wurden. Als Zuschauer könnt ihr zudem RTL direkt ein konstruktives Statement zur Sendung geben: Kontaktformular - RTL.de
ich sag dazu nur eins... JEDER MANNS SACHE!!!
Ich geh doch nicht auf die Gamescom um frauen kennen zu lernen sondern um die neuen games zu sehen die raus kommen !!!
Die haben Probleme man
ahhhhhhhhhhh ich stinke, habe keine freunde, bin harz 4 verdiener und ich lebe mit aliens zusammen.............. meine fresse, ich scheiß auf diesen bericht von rtl
Tja Laura du sagst dass die gamer sich nicht um ihre hygiene kümmern aber sich nicht mal auskennen !!
ES FÄHRT KEINE BAHN VON BERLIN NACH NEW YORK !!!!! OMG
Lesezeichen