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Call of Duty: Black Ops: Wir werfen einen ausführlichen Blick auf den neuen Kriegssho
Call of Duty: Black Ops: Wir werfen einen ausführlichen Blick auf den neuen Kriegsshooter von Treyarch
Tarnkappen-Bomber, Kampfhubschrauber, Plastik-Sprengstoff - das klingt ja so gar nicht nach … genau: „Nie meeeehr Zweiter Weltkrieg“ schallte es vermutlich durch die Büros von Entwickler Treyarch, als im Jahr 2008 endlich der Abgesang auf das Schreckens-Szenario erklang.
Zwei Jahre später lüften wir das Geheimnis, wo der Nachfolger von Call of Duty: World at War angesiedelt ist. Call of Duty: Black Ops dreht das Zeitrad um rund 25 Jahre weiter, bis zum Ende der 1960er- und Anfang der 70er-Jahre. Diesmal erlebt ihr den berühmt-berüchtigten Vietnamkrieg nebst dem parallel verlaufenden Konflikt zwischen den USA und der Sowjetunion - Kalter Krieg genannt. Außer in Südostasien hinterlasst ihr eure Stiefelabdrücke also auch in Kuba und in der Sowjetunion, unter anderem im tiefen Schnee des Uralgebirges.
Dass wir in Black Ops jede Menge herausragend inszenierte Gefechte erleben sollen, hat uns bei der Enthüllung des Titels weniger überrascht - dafür steht schließlich die Marke Call of Duty. Darüber hinaus konnten uns Treyarchs Studioboss Mark Lamia und Design Director Adam Gascoine aber einige Features präsentieren, die in der Call of Duty-Reihe Premiere feiern!
Missionsvielfalt:
Wer befürchtet, in dem Vietnam-Shooter würde man die meiste Zeit durch dichten Dschungel stapfen, den können wir gleich beruhigen. Nicht ohne Grund nehmen Lamia und Gascoine während der Präsentation den Begriff „Abwechslung“ gefühlte hundert Male in den Mund. Als Beleg führen uns die beiden sogleich einen Level-Abschnitt vor, den es so noch nie in einem Call of Duty-Teil gab - Missionsname: „Rache“!
Volksrepublik Laos, Grenze zu Vietnam, 12. Februar 1968: Der sowjetische Oberbösewicht Kravchenko unterstützt die Vietcong unaufhörlich mit Waffen und war eben erst wieder mitverantwortlich für den Tod einiger Kameraden - das gibt Rache! Wir schlüpfen in den Kampfanzug von Sergeant Mason, Mitglied der Special Operation Group (SOG), die im Rahmen der CIA-Operation 40 an geheimen Missionen beteiligt ist. Ihr seht: Einen Wechsel der spielbaren Charaktere wie in Modern Warfare 2 gibt es auch in Black Ops.Mason besteigt nach einem heftigen Feuergefecht einen gestrandeten russischen Helikopter, klemmt sich hinter einen Steuerknüppel, der Kollege übernimmt den anderen. Die beiden heben vom Boden ab. Doch während man in sämtlichen Flugmissionen früherer Call of Duty-Teile stets die Rolle des Schützen übernehmen musste, darf der Spielerden gekaperten Stahlvogel diesmal eigenhändig dirigieren!
Eure wichtigste Aufgabe ist dabei, den Helikopter ruhig zu halten, damit der KI-Kamerad angreifende Hubschrauber vom Himmel holen und Geschützstellungen in die Luft jagen kann. Zudem müsst ihr feindlichen Raketen ausweichen und dabei gewagte Manöver fliegen. „Der Spieler soll sich auf seine eigentliche Aufgabe konzentrieren können, dabei aber das Gefühl haben, wirklich selbst zu fliegen. Und zwar ohne dafür erst noch das Handbuch wälzen zu müssen.“, beugt Gascoine Befürchtungen vor, die Steuerung könne zu kompliziert sein. Wie man es schafft, dass neugierige Piloten nicht an ungewollte Plätze fliegen, verriet Treyarchs Design Director aber nicht. Er ließ sich nur entlocken, dass man viel Zeit in die Mechanik investiert habe, die genau das verhindern soll.
Offenbar hat Treyarch in den kompletten Hubschrauber-Level viel Arbeit gesteckt, denn trotz einer fast beispiellosen Explosionsorgie haben wir bei dem spektakulären Helikopterflug weder Ruckler noch aufpoppende Details entdeckt. Lediglich die im Sekundentakt aufsteigenden Feuerbälle sahen nicht besonders realistisch aus. Im Übrigen ist die Flug-Sequenz auch nur ein kleiner Ausschnitt dieses Levels, ihr wisst ja: Abwechslung ist Trumpf!
Packende Spielszenen:
Ingame-Szenen aus vier verschiedenen Black Ops-Levels hat uns Treyarch bereits präsentiert. Das ist ausgesprochen viel für eine Enthüllungs-Präsentation. Dabei gaben sich packende Schießereien, atmosphärische Schleichabschnitte und sehenswerte Skriptsequenzen die Klinke in die Hand. Lamia betont, dass man nicht nur darauf geachtet habe, zwischen den Missionen Abwechslung zu erzeugen, sondern vor allem auch innerhalb eines Levels
Die Präsentation verging wie im Fluge, was nicht nur am Ideenreichtum der Leveldesigner lag, sondern an der Intensität und dem enorm hohen Tempo, mit dem die Gefechte an uns vorbeirasten. Nicht zuletzt war auch die brillante Soundkulisse mitverantwortlich dafür, dass uns beim Zuschauen regelmäßig eine Dosis Adrenalin in die Blutbahnen geschossen ist. Etwa beim Start eines Blackbird-Tarnkappen-Bombers, den wir aus den Augen des Piloten verfolgen durften - Top-Speed übrigens 3.529 km/h. Ähnlich spektakulär verläuft die Flucht aus einer russischen Basis - freut euch schon mal auf einen atemberaubenden Skydiving-Sprung!
Nicht weniger packend ist der Dschungel-Level mit Namen „Victor Charlie“: Im Kugelhagel flüchten wir aus unserem abgeschossenen Hubschrauber, durchqueren per Tauchgang (ja, wir dürfen jetzt auch schwimmen und tauchen) den Huong River, platzieren unter einer Vietcong-Hütte unsere Ladung C4-Sprengstoff und rammen nebenbei einem schlafenden Vietcong-Kämpfer ein Messer in den Hals – längst nicht die einzige Blutfontäne während unserer Black Ops-Präsentation.
Call of Duty 7 - Black Ops: Wir werfen einen ausführlichen Blick auf den neuen Kriegsshooter von Treyarch
Nach der mächtigen C4-Explosion finden wir uns in einem Massengefecht wieder. Mit einer gezielten Rakete ist das nervige Hausboot-Geschütz Schrott. Jetzt aber nichts wie weg hier! Durch ein enges Erdloch geht‘s ins unterirdische Tunnelsystem der Vietcong ... mehr wollen wir an dieser Stelle nicht mehr verraten. Na gut, dass da unten einem Kameraden brutal die Kehle aufgeschlitzt wird, dürfen wir aus dramaturgischen Gründen auch nicht verschweigen.
Brust oder Kraul:
Der Grad an Brutalität hat im Vergleich zu World at War zugenommen – hoffentlich kämpft sich Black Ops ohne Schnittwunden durch die USK-Prüfung. Bei einigen blutigen Sauereien sind wir uns da nicht sicher, zum Beispiel, als unser SOG-Soldat sich nach dem erwähnten Tauchgang per Nahkampfattacke einen Vietcong-Kämpfer schnappt und ihn gleich mal als menschlichen Schutzschild missbraucht.
Aber nicht nur das: Gleichzeitig greift er zur AK 47 des Schwitzkasten-Gefangenen und pustet eine Kugel auf den Vietcong-Kollegen gegenüber. Die Kamera saust dabei mit der Patrone mit, zeigt aus nächster Nähe, wie das Geschoss zwischen den Augen eindringt und eine Blutfontäne aus der Öffnung spritzt!
Waffen die krachen:
Im Uralgebirge zeigen die Black Ops-Macher eine der neuen Waffen in Aktion: Die Präzisions-Armbrust verschießt auf Wunsch explosive Pfeile! Was passiert, wenn man damit einem russischen Speznas-Soldaten ins Knie schießt, kann sich jeder denken. Das präsentierte Waffensortiment enthielt neben den bereits erwähnten Wummen eine SPAS-12-Shotgun mit Brandmunition.
Für besonderen Reiz sorgen in Black Ops die unterschiedlichen Gegnerarten. Russische Speznas-Soldaten sind taktisch perfekt geschult und gehen stets koordiniert vor. In den Nahkampf kommt man hier selten. Gut, dass die Armbrust ein Zoomobjektiv auf dem Lauf sitzen hat. Die Vietcong-Soldaten kämpfen komplett anders. Sie bewegen sich schnell, wechseln häufig die Position oder stürmen überraschend aus der Deckung. Hier ist die Schrotflinte die bessere Wahl. Um die verschiedenen Kampftaktiken glaubwürdig darstellen zu können, engagierte Treyarch unter anderem Ex-Speznas-Mitglieder als Berater. Auf einer Test-Map konnte das Team die Truppen-Koordination üben und verfeinern.
Labertasche:
Ähnlich intensiv wie mit der Künstlichen Intelligenz beschäftigten sich die Entwickler mit einem der größten CoD-Kritikpunkte überhaupt: der mangelnden Identifikation mit den Charakteren. Maßnahme Nummer Eins: Erstmals in einem Call of Duty bekommt die spielbare Figur eine Stimme. Dadurch können endlich vernünftige Dialoge stattfinden und man fühlt sich als echter Bestandteil des Teams.
Call of Duty 7 - Black Ops: Wir werfen einen ausführlichen Blick auf den neuen Kriegsshooter von Treyarch
Was unser Charakter mit seiner neu gewonnenen Stimme in Black Ops anstellt, zeigt die Schlacht im vietnamesischen Hue. Nachdem wir einem verängstigten Kameraden das Funkgerät abgenommen haben, weisen wir energisch unseren Hubschrauber-Piloten darauf hin, dass wir ab jetzt das Kommando haben und lassen danach einige Gebäude vom Bord-MG des Helis perforieren. „Diese Power, die der Spieler hier spürt, wollen wir die ganze Kampagne transportieren. Ihr sollt euch wie ein Held fühlen“, betont Gascoine. Das klingt zwar ein wenig nach Tom-Clancy-Spiel, zumal ein sprechender Charakter nichts Besonderes ist. Aber zumindest für Call of Duty ist es eine Neuerung und wenn es uns emotional enger ans Geschehen binden kann, ist das schon mal löblich.
Hollywood lässt grüßen:
Bemerkenswert ist auch, dass Treyarch erstmals auf das sogenannte Full-Performance-Capture-Verfahren setzt, das auch James Cameron bei seinem Streifen Avatar genutzt hat. Dabei werden gleichzeitig die Körperbewegungen, die Stimme und die Mimik des Charakters aufgezeichnet. „Als wir World at War gemacht haben, war so etwas in dieser Form noch nicht möglich“, erläutert Mark Lamia. Und Adam Gascoine fügt hinzu: „Wir haben professionelle Schauspieler engagiert und sogar einen Casting-Director eingesetzt.“ Das Ergebnis: Figuren schauen ihre Gesprächspartner nun direkt an und Gefühlsregungen sind anhand der Mimik deutlich besser abzulesen. Man sieht übrigens auch, wenn einer Figur vor Angst die Hand zittert ...
Gar nicht bange sein muss Treyarch, wenn man es schafft, das Niveau der gezeigten Szenen auf das ganze Spiel zu übertragen. Dann würden wir sogar prophezeien, dass der qualitative Abstand zur Modern Warfare-Reihe deutlich geringer ausfällt als das noch bei World at War der Fall war. Natürlich gilt Infinity Ward weiterhin als das kreative, als das Nummer-1-Studio - trotz der Kündigungswelle beim Call of Duty-Erfinder. Doch hat man das Gefühl, dass Treyarch ohne die Zweiter-Weltkrieg-Daumenschrauben seine Kreativität deutlich besser unter Beweis stellen kann. Call of Duty 7 - Black Ops: Wir werfen einen ausführlichen Blick auf den neuen Kriegsshooter von Treyarch
Befreiungsschlag:
Grafisch konnten wir an diversen Stellen Voteile gegenüber Modern Warfare 2 feststellen. So bewegen sich im Dschungel die Blätter im Wind, wie auch im Wald des Uralgebirges - das war bei Modern Warfare 2 noch anders. Zwar werfen die Objekte größtenteils immer noch einen statischen und keinen Echtzeit-Schatten. Aber andernfalls wären die angepeilten 60 Bilder pro Sekunde auf PS3 und Xbox 360 wohl nicht möglich. Auf dem PC dürfte laut Lamia die Bildrate bei entsprechender Hardware sogar noch darüber liegen.
Koop-Spass:
Zum Multiplayer-Modus soll es in den nächsten Monaten noch eine weitere große Enthüllung geben. Wir konnten den Black Ops-Verantwortlichen schon Andeutungen aus den Rippen leiern. So dürfen wir uns auf einen speziellen Koop-Modus freuen, den man sowohl im Splitscreen als auch online spielen kann. Ob es sich dabei um Spezialeinheiten-Missionen, vergleichbar mit denen von Modern Warfare 2, handelt, wollte man noch nicht verraten. Heraus kam aber, dass sich zumindest einige der Koop-Missionen wohl auch zu viert spielen lassen!
Multiplayer-Freunde mit PC dürfte zudem interessieren, dass Treyarch plant, dedizierte Server für Mehrspieler-Matches zu erlauben. Lamia erklärt das damit, dass man unabhängig sei und die Kritik ernst nehmen würde, die aufgrund der Restriktionen bei Modern Warfare 2 aufkam. Zudem kündigte Treyarchs Studio Head auch einige Verbesserungen bei der Klassenerstellung an.
Quelle:
www.cynamite.de
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