CoDInfobase.de - Oder doch nur ein Sternchen? Mit dem Titel "Breach" erwartet uns Mitte diesen Jahres jedenfalls ein recht ausgefallener Abkömmling des First-Person-Shooter-Genres. Ganz abgesehen davon, dass der von Atomic Games (Die sich übrigens schon vor Jahrzehnten mit der Close-Combat-Serie einen Namen gemacht haben und ganz nebenbei auch noch Trainings-Simulationen für das US-Militär produzieren) entwickelte Shooter über keinen Singleplayer-Part verfügt, so wird den Käufern durch die Verwendung einer innovativen Grafik-Engine ein völlig neues Spielerlebnis geboten.
Die ebenfalls von Atomic Games programmierte Hydrogen Grafik-Engine erlaubt es nämlich dem Spieler, seine virtuelle Umwelt "umzugestalten", und zwar mit der groben Kelle - Seiner Waffe! So wird es nicht nur möglich sein, mit entsprechender Durchschlagskraft simple Löcher in Wände zu schießen, sondern durch die raffinierte Physikberechnung der Hydrogen Engine kann man mit gezielten Attacken ganze Gebäude zum Einsturz bringen, indem man ihnen beispielsweise die Stützpfeiler wegschießt. Auch wird es möglich sein, Gegner unter den Geröllmassen zusammenbrechender Hindernisse zu begraben. Selbst Brücken werden keine sicheren Wege darstellen, denn auch diese sind zerstörbar.
Nicht ganz neu, aber durchaus erwähnenswert werden die neuen Möglichkeiten der Deckung sein. "Active Cover" nennen die Breach-Entwickler dieses Feature. An Panzersperren oder ähnlichen baulichen Gegebenheiten geht die eigene Spielfigur per Tastendruck in eine verdeckte Haltung. Trotzdem wird es aus dieser Position möglich sein, den Gegner unter Feuer zu nehmen, ohne selbst direkt in Gefahr zu kommen. Automatisches Lehnen um oder über die eigene Deckung ermöglicht ziemlich realistisch, gegnerische Stellungen unter Unterdrückungsfeuer zu nehmen. Aber wie gesagt, die eingenommene Deckung ist nicht unzerstörbar.
Breach erinnert nicht nur durch die Ansiedlung in der modernen Zeit an Call of Duty: Modern Warfare 1 und 2. Einige inGame-Features lehnen sich sehr stark an die beiden Titel an, wie z. B. die Upgrades für die verschiedenen Waffen und die Spielerklassen. Es wird vier Grundklassen geben: Rifleman, Sniper, Gunner und Support. Hat man zwei dieser Klassen auf einen gewissen Level hochgespielt, so schaltet man eine neue Klasse frei, die sogenannte Elite Recon Class, welche grundsätzlich schon mehr Schutz vor Treffern bietet, als die Standardklassen. Allerdings wird den Spielern eine freie Wahl des Aussehens seiner Spielfigur gegeben. Vier verschiedene Skins stehen hier jedem der beiden Teams zur Auswahl.
Dem Spieler werden 23 verschiedene, authentische Waffen geboten, vom Gewehr über Pistolen, Granaten, Messer bis zur Panzerabwehrrakete, die dann auch noch durch acht unterschiedliche Modifikationen aufgewertet werden können. Dazu zählen verschiedene Zielfernrohre und Schalldämpfer und auch Zubehöre wie einen Granatwerfer. Die Waffen selbst werden sich stark in ihren balistischen Eigenschaften unterscheiden. Durch das Sammeln von Experience Points kann man seine Klasse aufwerten, und es werden dem Spieler bessere Waffen, hochwertigere Ausstattung und neue Perks angeboten. Ja, Perks werden ebenfalls integriert, genauso wie gewisse Deathstreaks und sogenannte Gadgets.
Beispiele für Battlefield Perks:Beispiele für Gadgets:
- Vendetta: Der Gegner, der dich getötet hat, wird 30 Sekunden lang auf dem Radar angezeigt
- Explosive Personality: Erhöht den Zerstörungsradius von Explosivgeschossen
- Bandolier: Man kann mehr Munition und Granaten mitnehmen
Beispiel Deathstreaks:
- Bionic Ear: Hilft einen Gegner durch Wände und Decken zu hören.
- Sniper Detector: Man kann auf lange Distanzen Reflexionen im Scope der Sniper erkennen, und sie so leichter lokalisieren
- Remote Motion Sensor: Man kann Bewegungsmelder an strategisch wichtigen Positionen installieren
Beim Release des für die Xbox360 und den PC entwickelten Games, wird es drei Tageslicht- und eine Nacht-Map geben. Weitere Maps sollen später als kostenloser Download-Content zur Verfügung gestellt werden. Es wird auch verschiedene Gametypes geben, von denen bisher aber leider keine Details bekannt sind. Die max. Spieleranzahl ist auf 16 Spieler begrenzt. Die Spiele selbst werden über ein MatchMaking-System verwaltet. Zur Option stehen dort "QuickMatch", für ein schnelles Spiel und "Host/Join Friend", für private Sessions. Das erinnert uns leider sehr an eins der o.g. Konkurrenzprodukt, und nein, über dedicated Server wird bisher leider auch noch kein Wort verloren.
- Spieler die wiederholt getötet werden, bekommen Vorteile während des Sammels von Experience Points
Man darf aber trotzdem gespannt sein. Viele Dinge hören sich echt klasse an und schauen in den Videos auch recht gut aus. Andere Geschichten lassen die Hoffnung auf einen Competition-fähigen, neuen Shooter schnell wieder verfliegen. Hinsichtlich der Preispolitik verschiedener Hersteller, kann man aber einem Game für rund 15 Euro ruhig mal eine Chance geben.


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