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Unter den Straßen Moskaus
Metro 2033: Unter den Straßen Moskaus
„Metro 2033“ heißt ein umjubelter Roman aus Russland. Die „S.T.A.L.K.E.R.“-Macher stricken um das packende Szenario des Buches einen Ego-Shooter. Ein erster Ausblick ...
Weltklasse Unterhaltung, Hotels, Einmalige Restaurants & Mehr.
Kann sich sehen lassen: Die Grafik von „Metro 2033“ begeistert auf dem PC.
Der russische Autor Dmitry Glukhovsky mischt die Science-Fiction-Szene auf: Sein Debütroman „Metro 2033“ verkaufte sich bislang in seiner Heimat 450.000 Mal, eine englische Übersetzung ist in der Mache. Auch in Deutschland schlägt das Buch ein. Ein beachtlicher Erfolg, der nicht von ungefähr kommt. Über zehn Jahre werkelte Glukhovsky an der postnuklearen Zukunftsvision. Und darum geht’s: In den Moskauer U-Bahnschächten vegetieren die Überlebenden eines Atomschlags vor sich hin, Mutanten und Strahlung bedrohen die Existenz der fragilen Gemeinschaften. Was sich im ersten Moment vielleicht platt und ausgelutscht anhört, entpuppt sich auf den zweiten Blick als einfallsreiches, vielschichtiges Szenario: Denn in dem fast komplett abgeschlossenen Mikrokosmos der Metro entwickeln sich in den Stationen Gemeinschaften mit eigener Staatsform und Kultur. „Die Metro ist ein Abbild der russischen Gesellschaft und politischen Kultur“, sagt der Autor über sein Werk. Da sind Spannungen programmiert. Genau diesen aufgeladenen Rahmen nutzt das gleichnamige Spiel zum Buch. Knapp zwei Stunden erkundete die Redaktion die Umsetzung.
Bildergalerie: Metro 2033
Screenshots: Metro 2033
9 Bilder
Psycho-Mutanten greifen an
Sie schlüpfen in die Rolle des jungen Metro-Bewohners Artyom, der fast sein gesamtes Leben in seiner Station am Rande des U-Bahnnetzes verbrachte. Sein Dasein ändert sich schlagartig, als eine neue Mutantenart – die sogenannten Dark Ones – die Grundfeste der menschlichen Gemeinschaften erschüttert. Die Wesen nutzen eine geheimnisvolle mentale Energie, konventionelle Waffen scheinen nutzlos gegen die Psycho-Mutanten.
Immer geradeaus
Aus einem nicht näher erläuterten Grund ist Artyom weitestgehend immun gegen die Attacken der Wesen. Also macht er sich auf zum Zentrum des Metro-Netzes, um seine Leidensgenossen in der größten Station vor der Bedrohung zu warnen und Widerstand zu organisieren. Sein Weg dorthin führt ihn streng linear durch Schächte, Höhlen, andere Stationen und an die zerstörte und verseuchte Oberfläche. Anfängliche Gerüchte um eine offene, frei erkundbare Spielwelt dementieren die Entwickler von 4A Games.
Atmosphärisch dicht: In den Stationen herrscht ein glaubwürdiger Endzeit-Trubel.
Angst als Spielelement
Ein erklärtes Ziel von „Metro 2033“: die Ängste der Spieler schüren. In den dunklen Tunneln unter Tage gelingt das dank spärlicher Beleuchtung und regelmäßigem Einsatz der Taschenlampe. An der Oberfläche sorgen vor allem die Gasmaske und drohende Atemnot für höchste Anspannung. Denn im zerstörten Moskau überleben Sie nicht ohne Frischluftversorgung. Ihre Maske beschlägt, je länger Sie außerhalb der Metro unterwegs sind. Das wirkt sich logischerweise auf den Sichtbereich aus. Gegnerische Nahkampfangriffe hinterlassen Bruchstellen im Glas, die den beklemmenden Eindruck verstärken – zumal die Risse einen drohenden Kollaps der Maske ankündigen.
Sie schleichen und ...
„Metro 2033“ ist über weite Strecken ein klassicher Ego-Shooter. Um den Spielablauf aufzulockern, kommt es in einigen Abschnitten auf Ihre Schleichkünste an. Nähert sich Artyom in den Unterführungen zum Beispiel dem Lager einer Diebesbande, ist Vorsicht geboten. Denn die Schurken sichern ihren Unterschlupf mit Alarmvorrichtungen. Treten Sie etwa auf Scherben am Boden, sind Ihre Gegner alarmiert. Wer die Fallen Marke Eigenbau umgeht, hat einen klaren Vorteil im anschließenden Kampf und erledigt einige Gegner lautlos mit dem Messer. Das spart wertvolle Munition.
... fahren
Lauter geht es zu, wenn Sie mit einer alten Lore zwischen den Stationen hin- und herreisen. In diesen Abschnitten kommt es ausschließlich auf Ihre Zielsicherheit an, bewegen können Sie sich dabei nicht. Wenn etwa massenhaft Mutanten auf das Gefährt zustürmen, feuern Sie aus allen Rohren. Eingestreute Reaktionstests (Quick-Time-Events) heizen die Szene zusätzlich an.
Spieledatenbank
Metro 2033
Plattform:
Datum:
30.03.2010
Preis:
ab € 44,99
USK:
ausstehend
Preis:
ab € 56,90
Erster Eindruck: Metro 2033
Wohin die Reise von „Metro 2033“ im März 2010 führt, ist anhand der gezeigten Version schwer zu sagen. Eines ist klar: Der kurze Ausflug in das Moskauer U-Bahnnetz sieht – vor allem auf dem PC – richtig gut aus: Detailliert zeichnet die Grafikroutine ein glaubwürdiges Bild der Science-Fiction-Welt, aufwendige dynamische Lichteffekte sorgen für Atmosphäre und Gruselmomente. Schön: Den linearen Spielablauf lockern Schleichabschnitte und die Ballerpassagen in der Lore auf. Vorbestimmte, gut inszenierte Ereignisse erhöhen die Spannung.
Allerdings steht den Entwicklern in den kommenden Monaten noch viel Arbeit bevor. Dem Spiel mangelt es derzeit an einer Trefferrückmeldung. Ob Geschosse ihr Ziel gefunden haben, war nicht auszumachen. Auch die Gegnervielfalt und deren Verhalten im Gefecht ließ zu wünschen übrig und die Steuerung war – vor allem auf der Xbox 360 – wenig präzise.
Erscheinungstermin „Metro 2033“: 16. März 2010. (os)
Quelle: COMPUTER BILD: Tests, Downloads, Ratgeber & Kurse, Kaufberatung, Video
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